Natürliches Mineralwasser mit dem Qualitätssiegel

Strengere Kontrollen. Mehr Nachhaltigkeit. Bessere Orientierung.

Natürliches Mineralwasser ist der beliebteste Durstlöscher in Deutschland, mehr als 11 Milliarden Liter wurden 2015 konsumiert. Hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards sind typisch für die Branche. Sowohl die Quellen als auch die Abfüllung von Mineralwasser werden im Rahmen einer amtlichen Anerkennung einer gewissenhaften Prüfung unterzogen. Die Vorgaben definiert die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (MTVO); in dieser Verordnung legt der Gesetzgeber Grenzwerte und Anforderungen fest.

Was aber, wenn Hersteller noch mehr tun wollen? Die gesetzlichen Anforderungen übertreffen? Nachhaltigkeit und Umweltschutz noch besser einbeziehen? Und Verbraucher dabei unterstützen, bewusste Kaufentscheidungen für solche Produkte zu treffen?

Dafür hat SGS INSTITUT FRESENIUS die Auszeichnung „Premiummineralwasser mit Bio-Qualität“ entwickelt.

 

 

01 | Die Basis: Der Siegelprozess

 

Bevor wir ein Produkt mit dem Qualitätssiegel von SGS INSTITUT FRESENIUS auszeichnen, muss es zahlreiche chemische und mikrobiologische Tests sowie Audits erfolgreich bestehen und regelmäßigen Wiederholungsprüfungen standhalten. Details zum Siegelprozess von der Rohstoff- über die Produktprüfung bis zum Lieferantenaudit finden Sie unter dem Stichwort „Wie wir prüfen“. Dieses Verfahren ist auch die Grundlage für Premiummineralwasser mit Bio-Qualität.

 

02 | Mit Bio-Qualität zum Premiummineralwasser

 

SGS INSTITUT FRESENIUS definiert „Bio-Qualität“ als ganzheitlichen Anspruch des Herstellers. Parameter wie Produktqualität, Produktsicherheit, Produktherkunft sowie ökologische und soziale Nachhaltigkeit werden in einem System vereint und dem Verbraucher nachvollziehbar vermittelt.

Was erwarten Verbraucher, wenn sie Mineralwasser mit Bio-Qualität kaufen?

Der Bundesgerichtshof hat die Kriterien in einem wichtigen Urteil definiert: "Bio"-Mineralwasser soll nicht nur die Anforderungen erfüllen, die vom Gesetzgeber an ein Natürliches Mineralwasser gestellt werden. Darüber hinaus zeichnet sich Bioqualität durch besondere Eigenschaften aus – etwa im Hinblick auf eine umweltfreundliche Gewinnung oder strengere qualitative Anforderungen.

Viele Verbraucher verbinden mit dem Begriff Mineralwasser in Bio-Qualität die Erwartung, dass das Produkt frei von Rückständen und Schadstoffen ist. Die Anforderungen für Bio müssen daher deutlich unterhalb der bereits sehr strengen gesetzlichen Grenzwerte der MTVO liegen. Ein als "Bio-Mineralwasser" bezeichnetes Mineralwasser darf nur im engen Rahmen zugelassener Verfahren behandelt werden und es müssen eindeutige Grenzen für diese Behandlung gesetzt werden. In Bezug auf Rückstände und Schadstoffe muss Bio-Mineralwasser deutlich strengere und umfassendere Anforderungen als herkömmliches Mineralwasser erfüllen. Dies bezieht sich auf das Produkt, aber auch auf die Prozesse der Mineralwassergewinnung.

Den Begriff „Bio“ kann nach der Rechtsprechung nicht nur allein der Gesetzgeber definieren. Ausschlaggebend ist, dass die Zertifizierung nach sinnvollen und angemessenen Regeln erfolgt – wie bei SGS INSTITUT FRESENIUS.

Auf Grundlage dieser Vorgaben haben wir bei SGS INSTITUT FRESENIUS einen Anforderungskatalog entwickelt. Die Voraussetzungen dieses Anforderungskatalogs muss ein Premiummineralwassers mit Bio-Qualität erfüllen. Die Auszeichnung darf jedoch erst durch den Hersteller erfolgen, wenn das Produkt und der Produktionsprozess zusätzlich den Vorgaben an die Nachhaltigkeit entsprechen.

 

03 | Das Prüfprogramm soziale und ökologische Nachhaltigkeit

 

Nachhaltige Produktion schützt die Ressourcen für unsere und kommende Generationen und stellt auch heute schon einen verantwortlichen Umgang mit Mitarbeitern und der Produktionsumgebung sicher. Deshalb bietet SGS INSTITUT FRESENIUS besondere Prüfungen zu diesem Thema an, die auch Voraussetzung für die Auszeichnung Premiummineralwasser mit Bio-Qualität sind. Der Anforderungskatalog umfasst 97 verschiedene Kriterien zu sozialen und ökologischen Aspekten. Zu allen muss der Hersteller im Audit-Prozess nachweisen, dass er sie berücksichtigt hat. Manche davon haben einen besonders hohen Stellenwert.: Entsprechen Abläufe und Fakten an diesen Punkten nicht unseren Vorgaben, müssen Mängel vor einer Besiegelung konsequent beseitigt werden.

Die Voraussetzungen von SGS INSTITUT FRESENIUS für die Auszeichnung „soziale und ökologische Nachhaltigkeit“ im Siegel sind anspruchsvoll und werden nur von ambitionierten Mineralwasserherstellern erfüllt. Wir fragen nach der Nachhaltigkeit in der Logistik bei der Unternehmensstrategie, der Arbeitssicherheit als soziales Standortkriterium oder nach den Maßnahmen, die ein Unternehmen trifft, um die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren – nur drei Beispiele von insgesamt 97 Kriterien.

Mehr Informationen zur geprüften und kontrollierten Nachhaltigkeit finden Sie auf unserer Seite zum Prüfprogramm „soziale und ökologische Nachhaltigkeit“.

 

Regelmäßige Überprüfungen für langfristige Sicherheit

Ausführliche chemische und mikrobiologische Untersuchungen, verdeckte Markttests, jährliche Wiederholungs-Audits bei Herstellern und Lieferanten, Überprüfung der Rohstoffe und Verpackung, viele weitere Tests im Labor und vor Ort sorgen dafür, dass ein Produkt die Bezeichnung Premiummineralwasser mit Bio-Qualität dauerhaft zu Recht trägt. Und all diese Prüfungen und Kontrollen durch die unabhängigen Experten von SGS INSTITUT FRESENIUS sorgen in dieser Kombination für eine verlässliche Orientierung beim Konsumenten.

Übrigens legen wir besonderen Wert auf den Test von Produkten, die wir direkt im Handel kaufen und nicht vom Hersteller beziehen. Auch der Einfluss von Verpackungen auf die Qualität der Produkte spielt eine große Rolle.

Für das Premiummineralwasser mit Bio-Qualität hat SGS INSTITUT FRESENIUS ein ganzheitliches Konzept entwickelt, das weitaus strengere Orientierungswerte und Anforderungen vorsieht, als gesetzlich vorgegeben. Und räumt gleichzeitig dem Thema Nachhaltigkeit den hohen Stellenwert ein, den mehr und mehr Konsumenten fordern. Ein Konzept, von dem verantwortungsvolle Hersteller ebenso profitieren wie anspruchsvolle Verbraucher.

Premiummineralwasser mit Bio-Qualität

Fragenkatalog

 

Kann ich mein Mineralwasser auch ohne das Audit zur Nachhaltigkeit mit der Bezeichnung „Premiummineralwasser mit Bio-Qualität“ ausloben, wenn alle anderen Kriterien erfüllt sind?

Nein. Premiummineralwasser mit Bio-Qualität kombiniert sämtliche Aspekte, die Produktzertifizierung im Siegelprozess, die Anforderungen an die Bio-Qualität und das Nachhaltigkeitsaudit. Sie bekommen die Bezeichnung „Premiummineralwasser in Bio-Qualität“ also nur, wenn auch die 97 ökologischen und sozialen Kriterien zutreffen.

Unter welcher Voraussetzung kann ich das SGS IF Qualitätssiegel mit der Auslobung „ökologische und soziale Nachhaltigkeit“ verwenden?

Ja, das geht unter der Voraussetzung, dass Ihr Produkt die Zertifizierung auf Basis eines ganzheitlichen Prüfplans erfolgreich bestanden hat. Regelmäßige Überprüfung von Rohstoffen, Endprodukt und Verpackung, aber auch verdeckte Testkäufe sowie Audits der Produktion und bei den Lieferanten sind die wesentlichen Bestandteile. Zusätzlich müssen die 97 Kriterien des Nachhaltigkeitsaudits erfüllt sein.

Woran erkennt der Verbraucher ein Premiummineralwasser?

Am bekannten Qualitätssiegel von SGS INSTITUT FRESENIUS, das den Zusatz „Premiummineralwasser sowie soziale & ökologische Nachhaltigkeit“ trägt. Da jedes Premiummineralwasser die Kriterien der Bio-Qualität erfüllt, kann der Begriff „Bio-Qualität“ ebenfalls abgebildet sein.

Welche Brunnen können Premiummineralwasser anbieten?

Alle, deren Mineralwasser den Zertifizierungsprozess für das Qualitätssiegel von SGS INSTITUT FRESENIUS erfolgreich durchlaufen hat, den Anforderungskatalog an Premiummineralwasser mit Bio-Qualität erfüllt und die 97 Kriterien für soziale und ökologische Nachhaltigkeit im Audit nachweist.

Wer entscheidet, ob ein Wasser die Auszeichnung Premiummineralwasser tragen darf?

Die Prüfer von SGS INSTITUT FRESENIUS auf Basis transparenter und nachvollziehbarer Kriterien. Wir haben ein ganzheitliches Prüfprogramm entwickelt, das Produktqualität und Prozess von Förderung, Abfüllung und Transport inklusive der Lieferanten durchleuchtet und bewertet. Für die Produktanalyse ziehen wir über die gesetzlichen Vorgaben der MTVO hinaus eigene Standards heran. Der von SGS IF entwickelte Anforderungskatalog bestätigt die Bio-Qualität. Außerdem prüfen wir, durch ein umfangreiches Audit ob die sozialen und ökologischen Kriterien an die Nachhaltigkeit erfüllt sind.

Nur wenn alle diese Bedingungen bestätigt sind, vergibt SGS INSTITUT FRESENIUS das Qualitätssiegel für ein Premiummineralwasser mit dem Zusatz „soziale & ökologische Nachhaltigkeit“.

Welche Prüfungen stehen genau hinter der Auslobung „Premiummineralwasser“? Was unterscheidet diese von klassischen Qualitätskontrollen?

Selbstverständlich genügt ein Premiummineralwasser allen Anforderungen, die der Gesetzgeber in der MTVO an die Qualität von Mineralwasser stellt. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Aspekte, die der Hersteller nachweisen muss. Zusätzlich zu den klassischen Kontrollen sind die Voraussetzungen für ein Premiummineralwasser:

  • Die Produktzertifizierung auf Basis eines ganzheitlichen Prüfplans nach den strengen Regeln des Qualitätssiegels von SGS INSTITUT FRESENIUS. Dazu gehören die regelmäßige Überprüfung von Rohstoffen, Endprodukt und Verpackung, aber auch verdeckte Testkäufe sowie Audits der Produktion und bei den Lieferanten.
  • Ein weiterer Prüfkatalog, der die Anforderungen an die Bio-Qualität festlegt. In seinem Urteil vom 13.09.2012 hat der Bundesgerichtshof als wesentliche Kriterien festgelegt, dass
    • Bio-Mineralwasser weitestgehend frei von Rückständen und Schadstoffen sein muss,
    • höhere Anforderungen zu erfüllen hat, als Natürliches Mineralwasser nach der Mineral- und Tafelwasserverordnung MTVO und ein Zertifizierungsverfahren nach sinnvollen und angemessenen Regeln. Chemische und mikrobiologische Untersuchungen sind hier besonders wichtig.
  • Ein zusätzliches Audit zur Nachhaltigkeit mit 97 Kriterien zu ökologischen und sozialen Aspekten bei Abfüllung, Produktion und Transport. Er fragt bspw. ob die Unternehmensstrategie für Nachhaltigkeit in der Logistik sorgt, die Arbeitssicherheit einen angemessenen Stellenwert hat oder welche Maßnahmen der Hersteller trifft, um die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren.

Natürliches Mineralwasser unterliegt sehr engmaschigen Qualitätskontrollen und muss strenge Grenzwerte einhalten. Wenn noch genauere kontrollieren möglich sind, sollten dann nicht alle Mineralwässer den strengen Kontrollen eines Premiummineralwassers unterzogen werden?

Bevor ein Mineralwasser als solches amtlich anerkannt wird, hat es intensive Prüfungen zu bestehen. Eine Quelle darf nur dann für die Förderung von Mineralwasser genutzt werden, wenn keine Zweifel an der „ursprünglichen Reinheit“ des Wassers bestehen. Dazu kommen weiteren Maßnahmen der Hersteller zur Qualitätssicherung und Kontrollen der Lebensmittelbehörden. Keine Frage: Jedes Mineralwasser aus Deutschland ist qualitativ hochwertig.

SGS INSTITUT FRESENIUS verfolgt mit dem Premiummineralwasser in Bio-Qualität einen weitergehenenden Ansatz. SGS hat ein ganzheitliches Konzept entwickelt, das weitaus strengere Orientierungswerte und Anforderungen vorsieht als gesetzlich vorgegeben. Gleichzeitig räumt es dem Thema Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert ein. Es bewertet neben der Produktqualität auch den Prozess. Mehr und mehr Konsumenten legen genau auf dieses Merkmal großen Wert.

Premiummineralwasser mit Bio-Qualität ist also ein Produkt für anspruchsvolle Hersteller und deren Verbraucher, die sich ihrer Verantwortung für Nachhaltigkeit besonders bewusst sind.

 

 

 

Diese Produkte tragen bereits die Auszeichnung Premiummineralwasser mit Bio-Qualität: